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29.12.2015

Fünf Betten mehr für die Geomed-Klinik

Gleich zwei gute Nachrichten aus der Geomed-Kreisklinik. Wegen starker Auslastung des Hauses hat das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in Abstimmung mit dem Krankenhausplanungsausschuss die Anhebung der Planbetten um 5 auf jetzt 95 anerkannt. Das gilt bereits seit dem 1. Dezember. Und: Das Haus bekommt eine internistische Filialpraxis für den Teilbereich Gastroenterologie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Leopoldina Schweinfurt.

Die Leistungsentwicklung der Geomed-Kreisklinik zeige im Jahr 2015 weiterhin eine erfreuliche Tendenz, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schirmer. Bis zum Jahresende werden voraussichtlich 4360 Patienten stationär behandelt worden sein. Das bedeute gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 110 Behandlungen. Noch deutlicher werde die Zunahme im Vergleich zum Jahr 2013, in dem nur 3740 Patienten stationär behandelt wurden.

Wolfgang Schirmer führt diese Zahlen auf einen zunehmenden Vertrauensbeweis der Bevölkerung zurück. Dadurch werde sich das wirtschaftliche Ergebnis 2015 voraussichtlich stabilisieren, vielleicht sogar etwas verbessern. Für 2016 geht die Klinikleitung von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus.

Entscheidend für die fünf neuen Planbetten war der Auslastungsgrad des Hauses, der von teilweise noch unter 70 Prozent in 2012 auf jetzt 83 Prozent stieg. Ab 80 Prozent gilt ein Krankenhaus als voll ausgelastet. Von dieser Regelung hat das Geomed profitiert. Die neuen Planbetten werden das Haus wirtschaftlich weiterbringen, ist Schirmer überzeugt.

Landrat Florian Töpper sieht in der Anhebung der Bettenzahl ein positives Zeichen. „Der Anstieg bei den Belegungszahlen ist erfreulich und bestätigt die gute Arbeit des ärztlichen und nichtärztlichen Personals. Auch wenn die Geomed-Kreisklinik weiterhin ein hochdefizitäres Haus bleibt, so stimmt uns dies als Träger verhalten optimistisch.“ Es bleibe vorrangige Aufgabe, den Weg zur Konsolidierung entschieden weiterzugehen.

Zum wirtschaftlichen Hintergrund: In den vergangenen Jahren stellte die Klinik eine große Belastung für den Haushalt des Landkreises dar. 2013 musste der Kreis gut zwei Millionen Euro zuschießen, für 2014 waren es gut 1,5 Millionen. Und der Ansatz des Kämmerers sagte für 2015 abermals eine Defizit von 1,645 Millionen Euro voraus.

Endoskopie eröffnet neue Wege

Wie der Weg zu einer Konsolidierung aussehen soll, beschreibt Wolfgang Schirmer. Wichtig ist dabei die Person von Dr. Alexander Kraus, der seit 1. Juli Chefarzt der Gastroenterologie im Bereich der Inneren Medizin ist. Er war ursprünglich nur als vorübergehende personelle Unterstützung vom Leopoldina ans Gerolzhöfer Haus gekommen, hatte sich dann aber fürs Bleiben entschieden.

Durch Kraus erlebte die interventionelle Endoskopie eine Vertiefung. Die Rede ist dabei von einem modernes Diagnose- oder Therapieverfahren, das im Gegensatz zum konservativen Vorgehen gezielte Eingriffe an erkranktem Gewebe (zum Beispiel im frühen Krebsstadium) erlaubt.

Innerhalb der Inneren Abteilung, die in der Leistungsentwicklung des Geomed besonders heraussticht, mit den Bereichen Kardiologie (Chefarzt Dr. Manfred Klein) und Gastroenterologie, werden nun ganzheitliche Therapieformen möglich. Dabei gibt es in so genannten Tumorkonferenzen mit dem Leopoldina eine weitere Vernetzung. Dort wird entschieden, wie und wo ein Patient mit Tumorerkrankung weiter behandelt wird.

Nutzen will Schirmer auch die kleinen und persönlichen Strukturen des Krankenhauses, wo eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit mit verwandten Disziplinen möglich ist, zum Beispiel zwischen Chirurgie und Schmerztherapie.

Angesichts der nun breiten, kompetenten ärztlichen Ausstattung hat die Bayerische Landesärztekammer der Abteilung Innere Medizin am Geomed nun auch die komplette internistische Weiterbildungsermächtigung erteilt. Das ist ein Anreiz für Jungärzte, ans Haus zu kommen.

Weitere Synergien verspricht sich die Klinik durch die räumliche Einbindung der gastroenterologischen Filialpraxis Gerolzhofen des MVZ Leopoldina Schweinfurt. Hier hat Dr. Brigitte Götz die Leitung. Das MVZ wird die entsprechenden Räume auf eigene Kosten gestalten und technisch modern ausstatten.

Die Räume dazu stellt die Klink bereit. Bisher war dort die HNO-Ambulanz untergebracht (siehe dazu gesonderten Bericht). Auch hier sollen durch Apparate- und Gerätegemeinschaften wirtschaftlich positive Ergebnisse erreicht werden. Diese Praxis soll ab Mitte 2016 in Betrieb gehen.

Quelle und Bilder: Mainpost



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