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30.09.2016

Um die Patienten auch in einer häufig schwierigen, letzten Lebensphase noch umfassender als bisher versorgen und begleiten zu können, wurde unter der Federführung von Chefarzt Dr. med. Alexander Kraus auf der Inneren Abteilung ein Palliativbereich eröffnet“, berichtete Geschäftsführer Wolfgang Schirmer anlässlich der Übergabe der beiden Palliativzimmer.

Möglich war dies auch durch eine finanzielle Unterstützung des Fördervereins Geomed-Klinik, in Höhe von 10 000 Euro. Schon seit vielen Jahren unterstützt der Verein das Krankenhaus bei der palliativmedizinischen Versorgung.

Übernachtungsmöglichkeit

Mit den neuen atmosphärisch ansprechenden Zimmern kann Angehörigen und Nahestehenden der Patienten ein ansprechendes Umfeld, auch für Übernachtungen angeboten werden. Die Einbindung der Zimmer in den konservativen Bereich der Klinik ermöglicht einen fließenden und niederschwelligen Übergang von der Akutversorgung in einen qualifizierten Palliativbereich.

Die Pflegeleitung obliegt der leitenden Pflegekraft der Inneren, Christa Hobner, die bereits vor einigen Jahren den „Palliativ Care Kurs“ absolviert hat. Ihre Stellvertreterin Christa Weisenseel und als Pflegekraft Annemarie Ross besuchen derzeit diese spezielle Weiterbildung.

Eine weitere Säule ist eine intensive seelsorgerische Betreuung des Patienten. Die Seelsorge leitet zudem die Palliativbesprechungen und ist in die weitere ambulante Behandlung eingebunden. Im Wechsel stehen Pfarrer Stefan Mai, Pfarrer Reiner Apel und Diakon Albert Hein, der derzeit eine Fortbildung „Palliativ Care für Seelsorger“ absolviert, zur Verfügung.

Mit dem Hospizverein Würzburg wurde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Ehrenamtliche Mitarbeiter der Regionalgruppe Gerolzhofen/Volkach kümmern sich um die psychosoziale Betreuung. Ergänzt wird das Team durch Chefarzt Dr. Manfred Klein.

Den Dank des Landkreises überbrachte Landrat Florian Töpper. Er freue sich sehr über die neue Einrichtung, zeige sie doch eine gute Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft und Ärzten. Es zeuge auch von der beispielhaften Qualifikation der Belegschaft. Sein Dank galt den vielen Ehrenamtlichen und dem Förderverein Geomed-Klinik.

Das Sterben verlernt?

„Warum brauchen wir Palliativ Care? Haben wir das Sterben verlernt?“, fragte Chefarzt Dr. Alexander Kraus. Die letzten 24 Stunden würdig zu gestalten sei für ihn als Arzt einfach, schwierig seien aber würdige 24 Monate. Die Palliativmedizin möchte hier in erster Linie helfen, mit dem Leiden auch im Angesicht des Todes gut zu leben.

Sein Dank galt dem Förderverein. „Diese Räumlichkeiten symbolisieren oft einen Perspektivwechsel: Nicht Leben um jeden Preis, sondern Qualität der verbliebenen Zeit durch Berücksichtigung der psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse.“

Liselotte Feller, Vorsitzende des Fördervereins Geomed-Klinik, dankte Dr. Alexander Kraus für seine Initiative bei der Einführung der Palliativzimmer. „Es sollen Zimmer sein, wo man sich wohlfühlen kann“. Des Weiteren hoffe sie, dass dadurch die Klinik in der Bevölkerung an Wert gewinnt. Pfarrer Stefan Mai und Pfarrer Reiner Apel segneten die neue Einrichtung.

 

Quelle: Mainpost



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